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So schläft dein Kind garantiert gut ein

Du bist den lieben langen Tag unterwegs, als Alleinerziehende Mama hast Du tausend Dinge erledigt, Dein „Pensum“ erfüllt und sinkst völlig geschafft abends in den Sessel. Schlafen ist vermutlich kein Thema. Oh nein. Wie oft wäre ich fast im Stehen schon eingeschlafen.

Wäre da nicht Dein kleiner Liebling, der im besten Falle putzmunter immer noch die Welt entdeckt, den Kopf voller Ideen hat und einfach keine Ruhe gibt. Als Alleinerziehende habe ich es leider auch oft erlebt, dass mein Kind eher nicht ganz so gut gelaunt, einfach nur traurig oder besorgt am Abend war. Weil vielleicht was passiert ist. Oder weil Mama gestresst ist und um Geld kämpft und und und. Weil Papa nicht da ist und wir plötzlich irgendwie allein sind. Mamas Sorge steckt eben an. Unbewusst natürlich. Kinder haben feine Antennen. Ganz feine.

Wie schaffst Du es als Alleinerziehende Mama in so einem Moment, dass dein Kind gut einschläft?

Es gibt einen ganz wunderbaren Trick, der meine Tochter immer gut einschlafen ließ. Sagen wir ein allabendliches Ritual, das wir seit mehr als 8 Jahren tatsächlich noch heute durchführen. Jeden Abend. Weil es halt zum Ritual wurde. Und einfach schön ist…

E.V.E.s kleines Schlaf-Ritual für dein Kind

Wenn Du Dein Kind zu Bett bringst, nimm dir etwas Zeit, lege Dich dazu und frage (je nach Alter) wie sein Tag war. Dann höre einfach erstmal aufmerksam der lieben Kinderseele zu. Kommentiere nur, wenn Du um Deine Meinung gebeten wirst. Diese Minuten sind so wertvoll und fantastisch, weil Dein Kleines sicher sein kann, dass es in diesem Moment unzensiert und unkritisiert alles erzählen kann. Und auch loswerden kann, was es auf dem Herzen hat.

Ist es besorgt, beunruhigt oder in irgendeiner anderen negativen Stimmung, mache folgende Übung:

Bitte Dein Kind, 5 Dinge aufzuzählen, für die es in diesem Moment von Herzen dankbar ist. 

Das klingt so einfach. Und es ist auch so. Danach zählst Du selbst 5 Dinge auf, für die Du selbst dankbar bist. Das können Sachen, Personen, Erlebnisse oder Gefühle sein egal. Hauptsache, Du bist dankbar dafür. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass in Momenten, in denen man glaubt, die Welt bricht zusammen und das Kind ebenso gestresst und genervt reagiert, man/frau selbst dann noch 5 Dinge findet, für die man doch dankbar ist. Ja selbst dann. Glaub mir. Und wenn es nur das Augenlicht ist, dass uns den kleinen Schatz da sehen lässt (wir wohnen in der Nähe eines Blindenzentrums). Es fällt einem IMMER etwas ein. Es dauert dann vielleicht ein paar anstrengende Minuten länger, aber man findet etwas. Garantiert!

Zählt die 5 Dinge einer nach dem anderen oder auch abwechselnd auf, je nach Stimmungslage. Meine Tochter brauchte oft auch mal Anschub und Denkanstoß, um inmitten irgendeiner erlebten Misere, dann doch etwas zu finden, für das sie dankbar war.

Heute geht das von ganz alleine. Wir beten am Abend (Beten oder Innehalten ist übrigens ein superschönes Ritual) und danach frage ich „Und für was bist Du heute dankbar?“. Dann kommen Antworten wie aus der Pistole geschossen, weil sie inzwischen so alt ist, dass sie vermutlich froh ist, wenn ich endlich ihr Zimmer verlasse :-)

Warum das Ganze? Ganz einfach: Indem Du und Dein Kind sich auf Dankbarkeit konzentrieren, schwenkt Eure Aufmerksamkeit von negativer Sorge und Unruhe hin zu etwas Positivem, Dankbarkeit eben. Du fühlst dich gut. Das Kind fühlt sich gut.

Du kannst Dich nicht von Herzen dankbar fühlen und im gleichen Moment negativ empfinden. Das ist rein technisch nicht möglich. Im Ernst. Versuche es mal.

Also es geht darum, Emotionen „umzuschalten“. Wir können das. Jedes menschliche Gehirn kann das. Es ist nur eine Sache der Übung.

Die Dankbarkeitsübung ist der einfachste „Umschalter“ für Emotionen

Und warum sollten wir als EVE uns überhaupt die Mühe machen? Weil wir wollen, dass unser Kind in Ruhe und Frieden einschläft. In positiver Stimmung. Jegliche negativen Gefühle am Abend trägt es mit in den Schlaf und träumt unruhig usw. Das ist gar nicht gesund.

Gerade die Zeit vor dem Einschlafen ist hier so immens wichtig. Unser Gehirn und natürlich auch das deines Kindes befindet sich in einem Alphazustand, also eine Art Zwischenphase zwischen Wachsein und Tiefschlaf. In dieser Phase ist unser Unterbewusstsein hellwach und wir nehmen alles, wirklich alles ganz intensiv auf, weil unser Bewusstsein relativ entspannt ist. Das ist wie eine Art Trance. Übrigens auch am Morgen, kurz nach dem Aufstehen. Alles was wir hier wahrnehmen, verankert sich tief in unserem Unterbewusstsein. Und beeinflusst unser Leben.

Deshalb empfiehlt es sich so sehr, darauf zu achten, dass die Zeit vorm Einschlafen (und auch nach dem Aufstehen morgens) von positiven Gefühlen beherrscht wird.

Wenn wir zum Beispiel Nachrichtensendungen mit Horrorbildern bis kurz vorm Zubettgehen ansehen, dann saugt unser Unterbewusstein diese negativen Eindrücke förmlich auf. Das ist uns nicht bewusst. Es geschieht alles unbewusst. Aber es beeinflusst uns und natürlich auch unseren Schlaf, unsere Träume, unser Leben.

Weshalb dieses Umdenken oder sagen wir Umschalten so immens wichtig ist, gerade auch am Abend und am Morgen, kannst Du auch in dem ausführlichen Kapitel „E.V.E.s denken um“  in unserem neuen Buch „Alleinerziehend? Deine große Chance!“ nachlesen, das bei Amazon erhältlich ist. Das Umdenken oder Umschalten ist Voraussetzung, um die Dinge in die richtige Bahn zu lenken. Man muss nur dabei bleiben, dann geht es wie von selbst. Übung macht den Meister…

E.V.E.s Tipp: Konzentriere Dich auf dankbare, gute Gefühle vorm Einschlafen

Die Energie fließt immer dorthin, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Lenke sie auf Dinge, für die Du dankbar bist. Fokussiere dich darauf. Ignoriere den Stress außen rum in diesem Moment. Denke an das, was inmitten all des Dschungels an Sorgen hervorsticht und für das Du von Herzen dankbar bist.

Probiere es aus. Mach Dir einen Spaß draus mit Deinem kleinen Schatz.

Jeden Abend. Es ist einfach. Fang einfach an.

Es wirkt Wunder. Immer. Glaub mir.

Ich wünsche Euch schöne Träume…

Deine Anja

E.V.E.-Team

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